VIAS..... (oder wie man ein Unternehmen besser nicht führen soll)

VIAS http://www.vias.at, die 100-Prozent-Tochter der Flughafen Wien AG, dürfte absoluter Vorreiter der herzeige Unternehmen darstellen! Sie zeigt auf, wie man es besser nicht machen sollte!

 

 

Tot (geschwiegen)

Wenn man den Gerüchten über den Tot einer Mitarbeiterin Anfang Februar (man sagt es sei der 10.02.2013) Glauben schenkt, ist die Vorgangsweise des Unternehmens eher Fragwürdig.  Frau X (Name ist der Redaktion bekannt) ist vermutlich an einem Virus erkrankt. Frau X wurde angeblich, nachdem sie in der Arbeit Beschwerden bekam, mit der Rettung in das Franz Josef Spital gebracht. Da Frau X im Franz-Josef-Spital nicht behandelt werden konnte, wurde diese in das AKH überstellt. Dort soll Frau X den Kampf gegen die angebliche Vireninfektion verloren haben. Sie starb nach 2 Tagen. “Offiziell“ ist Frau X jedoch im Urlaub!?!

Eine angebliche Obduktion wurde angeordnet, doch bis dato keine Informationen an die Mitarbeiter weiter gegeben. Um welche Erkrankung bzw. Infektion es sich dabei handelt bzw. handeln soll, konnte mit Stand 19.02.2013 nicht erhoben werden. Tatsache dürfte sein, dass einige Mitarbeiter aus Ungewissheit und Angst im Krankenstand sein sollen.

Natürlich ist es Bestreben eines jeden Unternehmens, Unruhe in der Belegschaft zu vermeiden. Wo es jedoch um das leiblich Wohl im Sinne der Gesundheit der Angestellten geht, sollte man diese nicht im Ungewissen lassen! Nicht einmal eine Befragung betreffend dem momentanen Gesundheitlichen Zustand der Angestellten fand statt. Wenigstens hätte die Belegschaft einen, wenn auch kleinen, Grad der Gewissheit. Zudem würden sie erkennen, dass sie dem Arbeitgeber nicht egal sind. Schließlich geht ohne den werten Damen und Herren der Sicherheitskontrolle die Sicherheit am Flughafen gänzlich verloren!

Das Unternehmen dürfte vergessen, dass auch die Belegschaft eine Familie haben, gegenüber dieser sie auch eine Verantwortung sowie eine Verpflichtung haben!

Abgesehen davon – die Rechtfertigung der VIAS im Falle einer weiteren Ansteckung von der Belegschaft und womöglich der Familie würde uns alle und in erster Linie die eigenen Arbeiter und Angestellten sehr interessieren.

Selbst Einweghandschuhe sind dem Personal nicht zur Verfügung gestellt worden, obwohl diese laut Auskunft der Gewerkschaft schon voriges Jahr bestellt wurden?!?

Vor ca. 5 – 6 Jahren, war schon einmal ein/e Angestellte/r, damals an einer ansteckenden Lungenentzündung, erkrankte. Zum damaligen Zeitpunkt hat VIAS, trotz Möglichkeit einer direkten Ansteckung, keine Informationen an die Belegschaft weiter gegeben. Natürlich kann man im Nachhinein sagen, dass es zu keine Epidemie gekommen ist. Natürlich kann man damit Argumentieren, genauso wie – man wollte keine Hysterie herauf beschwören. Man kann Argumentieren – im Nachhinein wohl bemerkt!!

Was jedoch wenn es nicht so abgelaufen wäre?!

Einzig und alleine die Statistik dürfte für das Unternehmen maßgeblich sein. Wenn man danach auch Aussagen von Leitenden in Betracht zieht (“… und wenn es nicht anders geht dann machen die Herren und Frauen der Kontrolle kürzer oder weniger Pause)…….

Am 18.02.2013 haben wir bei der Geschäftsleitung der VIAS nachgefragt und dabei keine Auskunft erhalten. Fernmündlich waren alle Verantwortlichen mit wichtigeren Dingen beschäftigt. Konkrete Angaben betreffend der angeblichen Erkrankung sowie dem angeblichen Tot der Angestellten wurde nicht beantwortet bzw. wollte man nicht beantworten! Der Bitte um einer schriftlichen Anfrage kam man seitens unser nicht nach. Diese werden wohl genauso behandelt wie Anfragen der eigenen Belegschaft.

 

An dieser Stelle gilt allen Beteiligten unser aufrichtiges Beileid!


Was der Redaktion ebenfalls mit Stand 17.02.2013 zugetragen wurde:

Ab sofort tritt eine Änderung der internen Ausweispflicht für Angestellte und Personen, die sich am Flughafen Wien Schwechat bewegen, in Kraft (wurde dem Sicherheitspersonal schriftlich mittels gegenzeichnen zur Kenntnis gebracht). Daraus geht unter anderem hervor, dass auch ein behördliches Organ der Sicherheitsbehörde zusätzlich zu dem Ausweis des VIE (Vienna International Airport) seinen Dienstausweis vorzeigen muss! Sollte er diesem nicht Folge leisten und stehen bleiben, muss der Supervisor verständigt und mit der Sachlage vertraut gemacht werden. Sollte der Beamte jedoch seinen Weg auf Grund seiner Tätigkeit fortsetzen, muss der Beamte, wenn er sich entfernt ohne sich mit dem Dienstausweis nicht zusätzlich zu legitimiert, genauso behandelt werden wie ein fliehender atypischer Passagier.

Der sogenannte Supervisor ist zu verständigen und auch (bitte lächeln) die sogenannte Polizei. Kurz gesagt – die Polizei ist mit der Suche nach sich selber beschäftigt, weil ein Kollege im Dienst seiner Arbeitsverpflichtung nachgegangen ist. Meine Damen und Herren – geht es noch?!? Was zeigen die anderen Angestellten und Arbeiter vor, wenn sie sich im Flughafengebäude, im internationalen Bereich, bewegen. Ihren Reisepass oder dürfen sich die Damen und Herren der Sicherheitskontrolle auch mit einem Personalausweis zufrieden geben bei der Kontrolle?!?

Man kann viele Missstände am Flughafen Wien Schwechat aufzeigen. Auch das Betriebsrat sowie Gewerkschaft lediglich ihre eigene Suppe kochen und die Unterstützung des Personals zu wünschen übrig lässt! Auch die Vergabe an die VIAS und nicht an einen anderen Sicherheitsdienst ist weiterhin trotz Wissen der Regierung (von wegen man müsse Sparen – man hat ja das Volk das zahlt) eher fragwürdig – siehe Link.

http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXI/NRSITZ/NRSITZ_00115/SEITE_0198.html

(Weitere Missstände am Flughafen Wien Schwechat liegen der Redaktion vor.)

Kurz gesagt – aus meiner Sicht ein Unternehmen in dem es auch auf Grund anderer Gegebenheiten nicht erstrebenswert ist Fuß zu fassen – außer: Wenn die Geschäftsleitung fähig wäre, menschenwürdige Arbeit sowie Sicherheit zu garantieren!

 

Ihre Belegschaft würde es Ihnen danken.

 

Die PÖP Redaktion